In seinem Buch die 6 Säulen des Selbstwertgefühls (Original: Six Pillars of Self-Esteem) beschreibt Nathaniel Branden das Selbstwertgefühl als die Fähigkeit sich selbst glückliche und positive Gefühle zu erlauben. Außerdem die Fähigkeit sich selbst und seinem eigenen Urteil zu trauen.

Glücklich zu sein geht also nur mit gesundem und positivem Selbstwertgefühl. In einer negativen und kritischen Gesellschaft ist dies aber gar nicht so einfach zu erreichen. Durch Ängste nicht genug zu sein und dadurch nicht geliebt zu werden – die 2 Grundängste laut Tony Robbins – machen wir oft den Selbstwert vom Wert abhängig, den uns andere Menschen zuschreiben. Wir suchen nach Bestätigung. Jedoch kann man im Grunde nie genau wissen, wie andere über einen denken und es ist auch unwichtig. Wir müssen uns annehmen wie wir sind. Ob andere uns annehmen ist im Grunde nicht wichtig. Jede Mensch ist voller eigener und persönlicher Emotionen und Unsicherheiten. Jeder versucht seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Sehr frustrierte Menschen, welche die eigenen Bedürfnisse nicht selbst und selbstbestimmt befriedigen können, spüren eine innere Leere und Unsicherheit. Indem sie andere attackieren und kritisieren fühlen sie sich kurzzeitig besser. Es ist ein Ventil, was sie die eigenen Ängste und das fehlende Selbstwertgefühl kurz vergessen lässt.
Was können wir von solchen Menschen erwarten? Nichts gutes. Das eigene Selbstwertgefühl sollte auf keinen Fall von solchen Menschen abhängig sein.

Hier ist der Link zum Buch von Nathaniel Brendon. Er zeigt wie ein niedriges Selbstwertgefühl das Leben schwer macht. Er sagt viele Menschen erlauben sich nicht glücklich zu sein. Die Welt um sie herum ist ja größtenteils auch nicht glücklich. Manche schaffen es aber doch. Doch dadurch schaden sie anderen nicht, dadurch geben sie anderen Menschen ein Geschenk und machen die Welt ein bisschen glücklicher und besser.

Die Auswirkungen eines mangelnden Selbstwertgefühls sind vielfältig. Mangelndes Selbstvertrauen ist in unserer negativen Gesellschaft leider sehr weit verbreitet. Hier sind ein paar Beispiele:

- Die Person ist nicht glücklich und zufrieden, weder mit sich noch mit der Welt. Positive Emotionen werden nicht zugelassen. Hier wird dann meist ein Ventil für die eigene Unzufriedenheit gesucht. Es entsteht Neid gegenüber anderen Menschen
- Die Person gibt sich mit sehr wenig zufrieden, hat keine ambitionierten Ziele und glaubt nicht an den eigenen Erfolg
- Die Person will sehr viel Aufmerksamkeit und Bestätigung von außen bekommen. Dies ist das wichtigste emotionale Bedürfnis der Person, neben dem Bedürfnis nach Sicherheit (welche im Grunde nur eine Illusion ist)
- Die Person ist nicht ehrlich, sie versucht in einer Lüge zu leben, da sie glaubt in der Realität nicht gut genug zu sein
- Die Person lässt sich von anderen Menschen schlecht behandeln, geht in die Opfer-Rolle
- Die Person übernimmt keine Verantwortung
- Die Person konsumiert viel negativen Input in den Medien wie z.B. Nachrichten, Seifenopern oder Drama-Filme. Die Aufmerksamkeit wird ständig auf Dinge oder Menschen gelegt, denen es noch schlechter geht. Trotzdem kommt keine Dankbarkeit auf – es entsteht eine “Empörungsmentalität”
- Die Person kann sich nicht öffnen und kann anderen Menschen nicht vertrauen

Dies sind nur einige Merkmale von Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl. Die gute Nachricht ist – jeder kann an seinem Selbstwertgefühl arbeiten. Mehr hierzu im nächsten Artikel.